Spiel ohne Grenzen

an. Die Folge: Der Bekanntheitsgrad des Betriebes nahm durch das Angebot der Gratis-Tools sogar deutlich mehr zu als jemals für möglich gehalten wurde.
Ein Grosshandelsbetrieb wollte seinen Aussendienst massiv aufstocken und so den Detailhandel intensiver bearbeiten. Meine Aufgabe war zunächst, dem Detailhandel die Neuorganisation des Aussendienstes zu erklären. Gleichzeitig sollte ich ein Stelleninserat kreieren, denn die Suche nach neuen, qualifizierten Aussendienstmitarbeitern erwies sich als überaus schwierig. In der Analyse wurde jedoch deutlich, dass der Aussendienst die Kundenbesuche ohne System und ausschliesslich nach persönlichen Präferenzen ausführte. Mein Vorschlag war daher, den Aussendienst mit klaren Vorgaben auf die Strasse zu schicken und gleichzeitig ein Rapport-System einzuführen. Schon bald konnte das ursprüngliche Projekt inklusive Stelleninserat mit dem Vermerk „überflüssig“ gestrichen werden.
Eigentlich ist es ja egal, mit welchen Mitteln ein Problem gelöst wird. Wichtig ist und bleibt,


dass jemand eine globale, übergreifende Sichtweise behält und mutig genug ist, das Problem beim Namen zu nennen. Als externe Agentur fällt uns das sicher manchmal leichter als den internen Fachleuten, die stark in die Firmenstrukturen eingebunden sind. Wenn ein Problem aus verschiedenen Positionen betrachtet wird, hat man eher Gewähr, zu neuen, überraschenden Schlussfolgerungen zu gelangen. Daher macht es trotz einer gut ausgebauten internen Marketing-Infrastruktur durchaus Sinn, mit einer externen Kommunikationsagentur zusammen zu arbeiten.

Fredy Obrecht


 
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