Werbung nervt dort, wo sie nicht bei der Zielgruppe ankommt. Zum Beispiel Rasenmäher für Bewohner eines Mietshauses, Brillen für Normalsichtige, Tampons für Männer oder Babynahrung für Junggesellen. Werbung ist aber auch der Ausdruck einer liberalen Wirtschaftsordnung mit einem Preis- und Leistungswettbewerb. Jeder Anbieter darf über seine Marktleistung informieren und auf die Vorzüge seines Produktes hinweisen. Es liegt in der Natur der Sache, dass diese Produktinformation subjektiv-werberisch und nicht objektiv-sachlich erfolgt. Solange Werbung als solche erkannt wird, ist das kaum zu beanstanden.
Dennoch: Wir Werber stehen bezüglich Umweltverantwortung ganz besonders in der Pflicht. Wenn wir unseren Kunden empfehlen, in eine Broschüre noch ein Kunststoff- oder Metall-Teil einzukleben, so bedeutet das bei Werbemitteln in grossen Auflagen, dass sofort Tonnen von Material in Umlauf gebracht werden.